Standlautsprecher richtig aufstellen

Die besten Lautsprechern nutzen nichts, wenn sie nicht richtig positioniert werden. Das bedeutet, dass aus jedem Standlautsprecher das klangliche Optimum herausgeholt werden kann, wenn er richtig aufgestellt und eingewinkelt wird.

Wie werden Standlautsprecher richtig aufgestellt?

Bei der Aufstellung eines Standlautsprechers ist es ratsam, dass Schritt für Schritt vorgegangen wird. Zwischendurch müssen Gesangs- oder Sprachaufnahmen nach jedem einzelnen Schritt probegehört werden. Die Boxen können somit viel besser ausgerichtet werden.

Vorab ist es wichtig, dass die Hör-, Wand- und Boxenabstände optimiert werden. Beim ersten Schritt sollte vor allem die Raumakustik im Vordergrund stehen. Nicht jeder Standlautsprecher ist für einen bestimmten Raum geeignet. Ein AUDIO Akustik Assistent kann sehr hilfreich bei der Vorsortierung der Standlautsprecher sein. Er gibt die Eignung aller getesteten Standlautsprecher in den Bereichen der Hörabstände, Raumakustiken, Raumgröße und Wandabstände an.

Auf den richtigen Abstand achten

Beim Aufbau der Standlautsprecher sollte darauf geachtet werden, dass die Hörer und die Boxen ein gleichseitiges Dreieck bilden. Das bedeutet, dass der Hörabstand zu beiden Boxen gleich ist. In der Regel kann man beim Aufstellen der Standlautsprecher davon ausgehen, dass die Werte des Dreiecks um rund 10 bis 20% abweichen. Wichtig ist, dass beide Standlautsprecher die gleiche Distanz vom Hörer haben.

Wenn der Abstand zwischen Standlautsprechern größer als der Hörabstand ist, ist das für die Fokussierung und Mittenortung sehr wichtig. In diesem Fall leidet aber meistens die Raumtiefe bzw. Raumbreite. Die Musik hört sich dann an wie in einem engen Tunnel. Ein zu breites Dreieck dagegen sorgt dafür, dass die Basisbreite zu groß ist. Das für zu einem diffusem Klangbild mit einer undefinierten Mitte. Für eine optimale Raumakustik ist es sehr wichtig vorab zu klären, ob ein Raum überhaupt HIFI-tauglich ist. Die Größe eines sogenannten Stereodreiecks kann das Klangbild sehr stark beeinflussen.

Umso kleiner die Seitenlängen sind, umso eher ist es möglich, den Hörraum akustisch auszublenden. Dadurch wird das Klangbild wesentlich deutlicher. Beim Nahfeldhören sollte dieser gute Klang angestrebt werden. Als bester Hörabstand gilt häufig der, bei dem sich eine Mono Schaltquelle stabil mittig zwischen den Boxen anhört. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um Sprache oder Musik handelt.

Ausrichten und Einwinkeln

Eine Seitenwand kann eine frühe Reflexion verursachen. Sie können häufig als Störquelle bei der Ortung und Tonalität festgestellt werden. Ausgenommen hiervon sind Boxen mit einer „H“ Empfehlung. Bei einem derartigen Standlautsprecher kommt eine frühe Reflexion nicht so schnell vor. Für die meisten Boxen ist es ratsam, wenn man sie einen Meter von einer unbedämpften Seitenwand aufstellen kann.

Bei einer Einwinkelung muss beim Aufstellen der Standlautsprecher etwas experimentiert werden. Wenn ein Klang zu dunkel wirkt, dann sollte der Standlautsprecher etwas direkter auf den Hörer gerichtet werden. Sollte der Klang zu hell sein, dann empfiehlt es sich beim Aufstellen einen flacheren Winkel zu wählen. In einigen Fällen kann eine parallele Ausrichtung helfen. Diese kann aber zur Folge haben, dass die Mittenortung zerrissen wird. Trotzdem bleibt kaum eine andere Möglichkeit, als die Standlautsprecher stark einzuwinkeln.

 

Warum ist das richtige Aufstellen von Standlautsprechern so wichtig?

Wenn die passende HiFi Anlage gefunden wurde, dann stellt sich direkt die Frage, wo die Anlage am besten aufgebaut werden sollte. Kaum jemand möchte sein Wohnzimmer mit Eierkartons oder ähnlichem Dämmmaterial ausstatten, um für eine gute Akustik zu sorgen. Auch Standlautsprecher mitten im Raum möchte wohl niemand haben. Um bei einer Anlage den besten Klang möglich zu machen, muss vorab die Raumakustik und Raumform genau analysiert werden.

Ein eventueller Subwoofer und das Rack inklusive aller elektronischer Komponenten müssen zunächst einmal perfekt aufgestellt werden. Durch das richtige Aufstellen wird gewährleistet, dass der Klang erheblich verbessert wird und die Optik eines Raumes dadurch nicht negativ beeinflusst wird. Das ist vor allem dann sehr wichtig, wenn die vibrationsempfindlichen Geräte wie Röhrenverstärker oder Plattenspieler genau im Signalweg liegen.

Lautsprecher in kleinen Räumen richtig aufstellen

Wenn ein kleiner Raum eine rechteckige Form hat, dann macht es häufig Sinn, die Anlage mittig an eine der schmalen Wände zu platzieren. Die Boxen sollten rechts und links daneben gestellt werden. Einen Aufbau auf der schmalen Seite nehmen die meisten Hausbesitzer automatisch und instinktiv genauso vor.

Wenn der Klang nach dem Aufstellen der Standlautsprechernicht zufriedenstellend ist, dann wechseln viele Nutzer eher die Kabel oder den Verstärker, als dass sie den Standort der Standlautsprecher wechseln. Dabei reicht es beim Aufstellen der Standlautsprecher in der Regel aus, wenn sie etwas versetzt werden.

Ein Plattenspieler oder ein hochwertiger Mikrofonie empfindlicher Röhrenverstärker sollte nicht direkt neben einem Gerät mit einem oder mehreren Tieftönern aufgestellt werden. Er sollte auch nicht in einer Lautsprecher Ebene platziert werden. Ein viel besserer Platz für eine Anlage, ist der Ort, der am weitesten von den Standlautsprechern entfernt ist.

Zwischen zwei Standlautsprecher sollte immer eine Leere bestehen. Die Zeit, in der eine HIFI Anlage inklusive der Boxen wie eine Art Altar aufgebaut wurden, ist schon lange vorbei. Ein Mono Endverstärker sollte ebenfalls nicht einfach nur auf den Boden zwischen den Standlautsprechern gestellt werden. Vielmehr bietet er den Vorteil, dass eine maximale elektrische Kanaltrennung ermöglicht.